UI/UX-Design Trends 2022

Autor: Laura Grollmus / 2. Februar 2022 / Kategorie: Trends

Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt verbringen mehr und mehr Zeit vor Bildschirmen. Computer und vor allem Smartphones begleiten uns überall und jederzeit. Mit der Corona-Pandemie ist die durchschnittliche Bildschirmzeit in Deutschland noch einmal deutlich gestiegen: von etwa 8 Stunden täglich auf 10,4 Stunden. Das hat eine Bitkom-Studie aus dem März 2021 herausgefunden. Für Unternehmen wird es damit auch immer wichtiger, sich online professionell und ansprechend zu präsentieren und den Kund*innen ein angenehmes und unbeschwertes Erlebnis zu bieten – es ist also wichtiger denn je, ein gutes UI/UX-Design zu haben.

„Gut“ ist aber ein ziemlich nichtssagendes Wort, das sich vor allem in Bezug auf Design in einem ständigen Wandel befindet. Designer*innen müssen mit diesem Wandel vertraut sein. Sie müssen wissen, was die Nutzer*innen und andere Designer*innen aktuell als „gut“ empfinden. Daher wollen wir Ihnen unsere Auswahl der fünf bedeutendsten UI/UX-Design Trends für das Jahr 2022 vorstellen. Diese Trends begannen sich bereits in den vergangenen Jahren zu etablieren und werden voraussichtlich weiter an Bedeutung gewinnen.

#1 Animierte Illustrationen

Illustrationen sind für UI/UX schon lange ein zentrales Designelement. Bildlich veranschaulichen sie schriftliche Inhalte und fangen die Blicke der Kund*innen. Mit Animationen können UI/UX-Designer*innen Illustrationen nun zum Leben erwecken und Ihrer App bzw. Ihrer Website sowie dem präsentierten Produkt einen ansprechenden Charakter verleihen. Die Vitalität dieser sich bewegenden Zeichnungen erfrischt das Erlebnis der Kund*innen auf der sonst starren Website-Oberfläche.

In der Sprachlern-App Duolingo begleiten animierte Illustrationen den Lernprozess.

#2 Mikro-Interaktionen

Für ein gutes UI/UX-Design geht kein Weg an Mikro-Interaktionen vorbei – und in diesem Fall ist „gut“ nicht trendabhängig. Denn auch wenn es Ihnen vielleicht nicht bewusst ist, verbessern Mikro-Interaktionen täglich Ihre persönliche User Experience. In nahezu allen Apps und auf vielen Websites finden sie schon lange Verwendung. Der Daumen nach oben bei Facebook oder das Like-Herzchen bei Instagram sind bekannte Beispiele. Wenn sie gedrückt werden, kommt ein Sound, die Farbe ändert sich und es gibt eine kleine Animation. Auf diese Weise erhalten die Nutzer*innen eine Rückmeldung darüber, ob eine Interaktion erfolgreich war.

#3 3D-Grafiken

Neue Webbrowser-Funktionen ermöglichen die Erstellung von beeindruckenden 3D-Grafiken, die in moderne Schnittstellen implementiert werden können. Die Integration ist zwar aufwändig, aber mit 3D-Grafiken kann die User Experience völlig neue Dimensionen erreichen. Abgesehen davon, dass die Nutzung dieser neuen Design-Technik Ihrer App oder Website einen modernen Anstrich verpasst, bietet sie den Kund*innen ein unglaublich realistisches Erlebnis. So können beispielsweise Produkte in einer 360-Grad-Ansicht betrachtet werden. Das war bis vor kurzem nur in einem Laden möglich – aber jetzt auch einfach von Zuhause.

Die Website scanmotion.de zeigt am Beispiel von Schuhen, wie 3D Produktansichten aussehen können.

#4 Personalisierung

Zu viel des Guten ist manchmal einfach zu viel. Das riesige Angebot an Produkten und Dienstleistungen im Internet kann überwältigend wirken. Niemand kann beispielsweise einen Überblick über die vielen tausend Filme und Serien auf Streaming-Plattformen wie Netflix behalten. Beim Durchstöbern des Angebotes drohen die Nutzer*innen in der Fülle zu ertrinken.

Hier kann Personalisierung die User Experience erheblich verbessern. Basierend auf gesammelten Daten über das Konsumverhalten der jeweiligen Nutzer*innen können UI/UX-Designer*innen das Erlebnis individuell auf diese zuschneiden. Netflix zeigt beispielsweise Vorschläge für Filme und Serien an, die den von Nutzer*innen gestreamten Inhalten ähneln.

Auf der Startseite von Netflix werden den Nutzer*innen personalisierte Vorschläge angezeigt.

#5 Scrollytelling (Scrollen-Storytelling)

Scrollen kann mehr, als nur den unteren Teil einer Website oder App zu enthüllen. Scrollen kann Geschichten erzählen. Beim Scrollytelling verändert sich eine Website, wenn die Nutzer*innen weiter nach unten scrollen – sie erwacht zum Leben. So erscheinen Textblöcke, Illustrationen und Bilder und verschwinden wieder. Die Nutzer*innen sehen immer nur einen kleinen Ausschnitt der gesamten Website, wodurch die Aufmerksamkeit komplett auf diesem Ausschnitt ruht. Damit sich der nächste Teil der Geschichte offenbart, müssen sie weiter scrollen. Schritt für Schritt entdecken die Nutzer*innen so die Website und haben das Gefühl, mit dieser zu interagieren.

Scrollytelling hält die Nutzer auf der Website und bringt sie dazu, sie auch wirklich zu lesen. Dabei ist es aber wichtig, dass nur die nötigsten Informationen kurz und prägnant ins Scrollytelling eingearbeitet sind. Sonst ist der Zugriff auf die Informationen zu umständlich, worunter das Erlebnis der Nutzer*innen leidet.

Die Website interactives.stuff.co.nz_2018_05_caught veranschaulicht, wie viel Fisch Staaten im Pazifik fangen. Mit jedem Scroll erscheinen weitere Boote in der Grafik.

Diese fünf UI/UX-Designtechniken bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihren Online-Auftritt trendiger – und damit auch besser – zu gestalten. So ist sichergestellt, dass Ihre Kund*innen und Nutzer*innen einen großen Teil ihrer täglichen zehn Stunden Bildschirmzeit in Ihrer App oder auf Ihrer Website verbringen – und das glücklich und unbeschwert.

Wenn Sie mehr zu den UI/UX-Trends 2022 erfahren wollen, können Sie einen Blick in unser neustes Whitepaper werfen. Darin erfahren Sie außerdem, warum jetzt der perfekte Zeitpunkt ist, um in ein gutes und modernes UI/UX-Design zu investieren und welche Vorteile Unternehmen davon haben. Sie können es einfach hier auf unserer Website herunterladen.

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